Übungsfragen 34a Sachkundeprüfung: 25 Fragen mit Lösungen

25 Übungsfragen zur IHK-Sachkundeprüfung §34a GewO kannst du unten direkt kostenlos durcharbeiten — mit Lösungen und ausführlichen Erklärungen, gestreut über alle 9 Sachgebiete. Sie stammen aus unserem laufend gepflegten Katalog mit 606 Übungsfragen.

Die echte Prüfung umfasst seit dem 01.07.2025 82 Fragen in 120 Minuten (bestanden ab 50 %), gefolgt von einem mündlichen Teil — Details auf unserer Seite zum Prüfungsablauf.

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25 Übungsfragen mit Lösungen und Erklärungen

Klick auf eine Frage, um die Antwortmöglichkeiten, die richtige Lösung (mit ✓ markiert) und die Erklärung aufzuklappen. Die Auswahl deckt alle 9 Sachgebiete der Sachkundeprüfung ab — von den rechtlichen Grundlagen über Waffenrecht und Datenschutz bis zu Deeskalation und Sicherheitstechnik. Erst selbst überlegen, dann aufklappen.

1. Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung Welche grundlegende Abgrenzung gilt für die Tätigkeit des privaten Wachpersonals gegenüber der Polizei?

Eine Antwort ist richtig:

Privates Wachpersonal besitzt dieselben hoheitlichen Zwangsbefugnisse wie die Polizei
Privates Wachpersonal handelt mit den Jedermannsrechten, die auch jedem Bürger zustehen ✓ richtig
Privates Wachpersonal darf hoheitliche Aufgaben wahrnehmen, sofern es sachkundig ist
Privates Wachpersonal darf zur Gefahrenabwehr eigene Verkehrskontrollen durchführen
Erklärung

Privates Wachpersonal verfügt über keine hoheitlichen Befugnisse. Es kann sich nur auf die sogenannten Jedermannsrechte (z. B. Notwehr, Notstand, vorläufige Festnahme) berufen, die jedem Bürger zustehen. Hoheitliche Aufgaben wie Verkehrskontrollen bleiben staatlichen Organen vorbehalten.

Rechtsgrundlage: § 34a GewO, Art. 33 Abs. 4 GG

2. Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung Welche Handlung einer Wachperson stellt eine Ordnungswidrigkeit nach der Gewerbeordnung dar?

Eine Antwort ist richtig:

Das Aussprechen eines Hausverbots im Auftrag des Inhabers
Der Einsatz einer Wachkraft ohne die vorgeschriebene Unterrichtung oder Sachkunde ✓ richtig
Das Anlegen von Handschellen bei einer vorläufigen Festnahme
Das Anfertigen eines schriftlichen Vorfallberichts für den Auftraggeber
Erklärung

Der Einsatz einer Wachkraft ohne die vorgeschriebene Unterrichtung oder Sachkundeprüfung stellt eine Ordnungswidrigkeit nach § 144 GewO dar. Rechtmäßige Handlungen wie das Aussprechen eines Hausverbots im Auftrag des Inhabers, Maßnahmen im Rahmen einer zulässigen vorläufigen Festnahme oder das Anfertigen eines schriftlichen Vorfallberichts erfüllen dagegen keinen Bußgeldtatbestand der Gewerbeordnung.

Rechtsgrundlage: § 144 GewO

3. Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung Welche Bedeutung hat der Bewacherausweis (Dienstausweis) nach der Bewachungsverordnung?

Eine Antwort ist richtig:

Er ist lediglich bei nächtlichen Einsätzen im Freien mitzuführen
Er ist während der Tätigkeit mitzuführen und Berechtigten auf Verlangen vorzuzeigen ✓ richtig
Er ist im Abstand von fünf Jahren bei der IHK zu erneuern
Er berechtigt zum Betreten fremder Wohnungen im Einsatzgebiet
Erklärung

Nach der Bewachungsverordnung ist der Bewacherausweis während der gesamten Tätigkeit mitzuführen und Berechtigten auf Verlangen vorzuzeigen. Er verleiht keine hoheitlichen Befugnisse, berechtigt insbesondere nicht zum Betreten fremder Wohnungen und unterliegt keiner regelmäßigen Erneuerungspflicht bei der IHK.

Rechtsgrundlage: § 18 BewachV

4. Straf- und Verfahrensrecht Worin unterscheidet sich der rechtfertigende Notstand nach § 34 StGB von der Notwehr nach § 32 StGB?

Eine Antwort ist richtig:

Beim Notstand trifft die Handlung unbeteiligte Rechtsgüter und erfordert eine Abwägung der Interessen ✓ richtig
Der Notstand erlaubt regelmäßig weitergehende Eingriffe als das Notwehrrecht
Beim Notstand entfällt eine Abwägung der widerstreitenden Interessen
Der Notstand setzt ebenso wie die Notwehr einen unmittelbar handelnden menschlichen Angreifer voraus
Erklärung

Beim rechtfertigenden Notstand (§ 34 StGB) liegt eine gegenwärtige Gefahr vor, die nicht zwingend von einem menschlichen Angreifer ausgehen muss. Anders als bei der Notwehr ist eine Güter- und Interessenabwägung erforderlich: Das geschützte Interesse muss das beeinträchtigte wesentlich überwiegen.

Rechtsgrundlage: §34 StGB

5. Straf- und Verfahrensrecht Unter welchen Voraussetzungen darf nach § 127 Abs. 1 StPO eine vorläufige Festnahme durch eine Privatperson erfolgen?

Eine Antwort ist richtig:

Wenn eine dritte Person die Tat beobachtet und dies bezeugen kann
Wenn der Betroffene der Wachperson namentlich bereits bekannt ist
Wenn jemand auf frischer Tat betroffen, fluchtverdächtig oder nicht sofort identifizierbar ist ✓ richtig
Wenn die Tat ein Verbrechen ist und die Polizei nicht erreichbar ist
Erklärung

Nach § 127 Abs. 1 StPO ist jedermann zur vorläufigen Festnahme berechtigt, wenn jemand auf frischer Tat betroffen oder verfolgt wird und entweder der Flucht verdächtig ist oder seine Identität nicht sofort festgestellt werden kann. Dieses Recht steht auch dem Sicherheitsmitarbeiter zu.

Rechtsgrundlage: §127 StPO

6. Straf- und Verfahrensrecht Ein Ladendetektiv beobachtet, wie ein Kunde Waren in seine Jacke steckt und die Kasse passiert, ohne zu bezahlen. Der Detektiv hält den Mann fest und verständigt die Polizei. Wie ist das Vorgehen des Detektivs rechtlich zu bewerten?

Eine Antwort ist richtig:

Rechtswidrig, da eine vorläufige Festnahme lediglich Polizeibeamten und nicht Privatpersonen erlaubt ist
Rechtmäßig: Er darf den auf frischer Tat betroffenen Dieb nach §127 Abs. 1 StPO festhalten, ihn aber mangels hoheitlicher Befugnisse nicht fesseln ✓ richtig
Rechtswidrig, da das Festhalten einen richterlichen Beschluss voraussetzt
Rechtmäßig, da Ladendetektive dieselben hoheitlichen Befugnisse wie Polizeibeamte besitzen
Erklärung

Das Jedermann-Festnahmerecht nach §127 Abs. 1 StPO erlaubt es auch Privatpersonen und Sicherheitsmitarbeitern, einen auf frischer Tat betroffenen Täter vorläufig festzuhalten, bis die Polizei eintrifft. Ein Sicherheitsmitarbeiter hat dabei jedoch keine hoheitlichen Befugnisse: Er darf festhalten, aber nicht fesseln. Die Fesselung ist eine hoheitliche Zwangsmaßnahme und bleibt grundsätzlich der Polizei vorbehalten.

Rechtsgrundlage: §127 Abs. 1 StPO

7. Bürgerliches Recht Was bedeutet "verbotene Eigenmacht" im Sinne des § 858 BGB?

Eine Antwort ist richtig:

Die rechtmäßige Ausübung des Hausrechts gegenüber Störern
Die Sicherstellung von Gegenständen durch die Polizeibehörde
Die Störung oder Entziehung des Besitzes gegen den Willen des Besitzers ✓ richtig
Die Erteilung eines sachlich gerechtfertigten Hausverbots durch den Betreiber der Anlage
Erklärung

Verbotene Eigenmacht nach § 858 BGB liegt vor, wenn jemand dem Besitzer ohne dessen Willen den Besitz entzieht oder ihn darin stört, soweit das Gesetz die Entziehung nicht gestattet. Gegen verbotene Eigenmacht darf sich der Besitzer mit Besitzwehr und Besitzkehr wehren.

Rechtsgrundlage: § 858 BGB

8. Bürgerliches Recht Welche Grenze ist bei der Ausübung des Hausrechts zwingend zu beachten?

Eine Antwort ist richtig:

Der Ausschluss einzelner Personen vom Zutritt ist dem Hausrechtsinhaber von vornherein verwehrt
Das Hausrecht gilt schrankenlos und ist rechtlich an nichts gebunden
Verhältnismäßigkeit und das Diskriminierungsverbot des AGG sind einzuhalten ✓ richtig
Maßnahmen bedürfen der vorherigen Zustimmung der Polizei
Erklärung

Das Hausrecht ist nicht grenzenlos. Maßnahmen müssen verhältnismäßig sein, und ein Hausverbot darf nicht gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verstoßen, also etwa nicht willkürlich aus diskriminierenden Gründen (Herkunft, Geschlecht etc.) erteilt werden.

Rechtsgrundlage: § 903 BGB, AGG

9. Bürgerliches Recht Ein Hausbesitzer toleriert, dass ein Nachbar regelmäßig über sein Grundstück geht, um zur Bushaltestelle zu gelangen. Nach 5 Jahren möchte er dies unterbinden. Kann er dies tun?

Eine Antwort ist richtig:

Nein, der Nachbar hat einen Gewohnheitsrecht erworben
Ja, jederzeit, weil es sein Grundstück ist und das Hausrecht nicht begrenzt ist
Ja, aber nur mit angemessener Frist zum Ausweichen ✓ richtig
Nein, das Hausrecht schützt nur vor Eindringlingen
Erklärung

Eine bloße jahrelange Duldung begründet KEIN Gewohnheitsrecht. Der BGH (Urteil v. 24.01.2020, V ZR 155/18) hat entschieden, dass ein Wegerecht zwischen einzelnen Nachbarn nicht durch Gewohnheitsrecht entstehen kann; außerhalb des Grundbuchs kommt nur eine schuldrechtliche Vereinbarung oder ein Notwegrecht (§ 917 BGB) in Betracht. Der Eigentümer kann die geduldete Nutzung daher beenden; bei langjähriger Duldung ist ihm aus Treu und Glauben (§ 242 BGB) regelmäßig eine angemessene Frist zum Ausweichen zuzugestehen.

Rechtsgrundlage: § 903, § 917, § 242 BGB; BGH V ZR 155/18

10. Datenschutzrecht Ein Sicherheitsmitarbeiter überwacht per Video einen öffentlich zugänglichen Eingangsbereich. Welche Voraussetzung muss nach § 4 BDSG für die Zulässigkeit gegeben sein?

Eine Antwort ist richtig:

Die Überwachung muss berechtigten Interessen dienen und Betroffeneninteressen dürfen nicht überwiegen ✓ richtig
Es genügt, dass der Auftraggeber die Überwachung ausdrücklich wünscht
Ein angebrachtes Hinweisschild macht die Überwachung ohne Weiteres zulässig
Die Überwachung bedarf einer vorherigen Genehmigung der örtlichen Polizei
Erklärung

§ 4 Abs. 1 BDSG erlaubt die Videoüberwachung öffentlich zugänglicher Räume nur, wenn sie zur Wahrnehmung berechtigter Interessen für konkret festgelegte Zwecke erforderlich ist und keine überwiegenden schutzwürdigen Interessen der Betroffenen entgegenstehen. Es ist stets eine Interessenabwägung erforderlich.

Rechtsgrundlage: §4 BDSG

11. Datenschutzrecht Eine betroffene Person verlangt Auskunft über die zu ihrer Person gespeicherten Daten. Wie muss das Bewachungsunternehmen reagieren?

Eine Antwort ist richtig:

Die Auskunft ist grundsätzlich zu erteilen, in der Regel binnen eines Monats und unentgeltlich ✓ richtig
Die Auskunft darf verweigert werden, da es sich um interne Betriebsdaten handelt
Für eine erteilte Auskunft darf pauschal eine Bearbeitungsgebühr erhoben werden
Die Auskunft ist erst nach einer entsprechenden gerichtlichen Anordnung zu erteilen
Erklärung

Nach Art. 15 DSGVO hat die betroffene Person ein Recht auf Auskunft. Diese ist gemäß Art. 12 DSGVO grundsätzlich unentgeltlich und in der Regel innerhalb eines Monats zu erteilen. Nur bei offenkundig unbegründeten oder exzessiven Anträgen kann eine Gebühr verlangt oder die Auskunft verweigert werden.

Rechtsgrundlage: Art. 15 DSGVO

12. Datenschutzrecht Welche Aussage zum Widerspruchsrecht nach Art. 21 DSGVO ist korrekt?

Eine Antwort ist richtig:

Ein Widerspruch ist ausgeschlossen, sobald die Verarbeitung der Sicherheit dient
Ein Widerspruch führt unmittelbar zur Löschung des gesamten Datenbestands des Unternehmens
Die Person kann aus Gründen ihrer besonderen Situation widersprechen; das ist zu prüfen ✓ richtig
Ein Widerspruch ist allein gegenüber der Datenschutzaufsichtsbehörde zulässig
Erklärung

Nach Art. 21 DSGVO kann die betroffene Person aus Gründen, die sich aus ihrer besonderen Situation ergeben, der Verarbeitung widersprechen. Der Verantwortliche darf die Daten dann nicht mehr verarbeiten, es sei denn, er kann zwingende schutzwürdige Gründe nachweisen, die die Interessen der betroffenen Person überwiegen.

Rechtsgrundlage: Art. 21 DSGVO

13. Waffenrecht Was versteht das Waffengesetz (WaffG) unter dem Begriff 'Führen' einer Waffe?

Eine Antwort ist richtig:

Das Aufbewahren der Waffe in einem zugelassenen Waffenschrank in der eigenen Wohnung
Das Ausüben der tatsächlichen Gewalt über eine Waffe außerhalb der eigenen Wohnung oder des befriedeten Besitztums ✓ richtig
Das bloße Eigentum an einer Waffe, ohne sie selbst zu tragen oder in Händen zu halten
Der Transport einer ungeladenen Waffe im verschlossenen Behältnis zum Schießstand
Erklärung

Nach Anlage 1 zum WaffG (Begriffsbestimmungen) führt eine Waffe, wer die tatsächliche Gewalt über sie außerhalb der eigenen Wohnung, der Geschäftsräume, des eigenen befriedeten Besitztums oder einer Schießstätte ausübt. Der bloße Besitz oder der Transport im verschlossenen Behältnis fällt nicht unter das Führen.

Rechtsgrundlage: WaffG Anlage 1 Abschnitt 2

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14. Waffenrecht Welche Voraussetzung muss für die Erteilung eines Waffenscheins nach § 10 WaffG unter anderem erfüllt sein?

Eine Antwort ist richtig:

Vollendung des 16. Lebensjahres und ein fester Wohnsitz im Inland
Bloße Mitgliedschaft in einem eingetragenen Bewachungsunternehmen
Nachweis von Zuverlässigkeit, persönlicher Eignung, Sachkunde und Bedürfnis ✓ richtig
Der Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit als einzige gesetzliche Voraussetzung
Erklärung

Für eine waffenrechtliche Erlaubnis müssen nach §§ 4, 8 WaffG die persönlichen Voraussetzungen wie Mindestalter (i.d.R. 18 Jahre), Zuverlässigkeit, persönliche Eignung, Sachkunde und ein Bedürfnis nachgewiesen werden. Ein Bedürfnis besteht bei Bewachungspersonal nur, wenn eine konkrete Gefährdung vorliegt.

Rechtsgrundlage: §§ 4, 8, 10 WaffG

15. Waffenrecht Welche Waffe darf grundsätzlich ohne jede Erlaubnis ab 18 Jahren erworben und besessen werden?

Eine Antwort ist richtig:

Eine vollautomatische Maschinenpistole militärischer Bauart
Ein Reizstoffsprühgerät mit PTB-Zeichen (z.B. zur Selbstverteidigung gegen Menschen) ✓ richtig
Eine scharfe halbautomatische Selbstladepistole im gängigen Kaliber 9 mm Parabellum
Ein Springmesser verbotener Bauart nach Anlage 2 zum WaffG
Erklärung

Reizstoffsprühgeräte mit PTB-Zulassungszeichen dürfen ab 18 Jahren erlaubnisfrei erworben und besessen werden. Für das Führen in der Öffentlichkeit ist beim Reizstoffsprühgerät mit Wirkung gegen Menschen jedoch zu beachten, dass diese mit Prüfzeichen erlaubnisfrei geführt werden dürfen, während scharfe oder vollautomatische Waffen erlaubnispflichtig bzw. verboten sind.

Rechtsgrundlage: WaffG Anlage 2 Abschnitt 2

16. Unfallverhütungsvorschriften Welche grundlegende Pflicht trifft den Unternehmer vor Aufnahme der Tätigkeit hinsichtlich der Arbeitsbedingungen?

Eine Antwort ist richtig:

Er muss eine Betriebshaftpflichtversicherung abschließen
Er muss die Beschäftigten zur IHK-Prüfung anmelden
Er muss eine Gefährdungsbeurteilung durchführen ✓ richtig
Er muss die Arbeitszeiten dem Betriebsrat melden
Erklärung

Nach § 5 ArbSchG hat der Arbeitgeber durch eine Beurteilung der für die Beschäftigten verbundenen Gefährdungen zu ermitteln, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind. Die Gefährdungsbeurteilung ist Grundlage aller weiteren Schutzmaßnahmen.

Rechtsgrundlage: § 5 ArbSchG

17. Unfallverhütungsvorschriften Was ist die richtige Reihenfolge beim Absetzen eines Notrufs nach den 5 W-Fragen?

Eine Antwort ist richtig:

Wer ruft an, Wetterlage, Was kostet es, Wann, Warten
Wo, Was, Wie viele Verletzte, Welche Verletzungen, Warten auf Rückfragen ✓ richtig
Warum, Wohin, Wann, Wer, Wie teuer
Was, Warum, Wohin, Wer zahlt, Wann
Erklärung

Die 5 W-Fragen lauten: Wo geschah es? Was geschah? Wie viele Verletzte? Welche Verletzungen/Erkrankungen? Warten auf Rückfragen. Diese Struktur stellt sicher, dass die Rettungsleitstelle alle wichtigen Informationen erhält.

Rechtsgrundlage: Erste-Hilfe-Grundsätze / DGUV Information

18. Umgang mit Menschen Was versteht man unter dem Begriff der Deeskalation im Bewachungsgewerbe?

Eine Antwort ist richtig:

Der gezielte Einsatz körperlicher Gewalt, um einen aufkommenden Konflikt möglichst schnell zu beenden
Das gezielte Abschwächen einer Konfliktsituation, um eine Eskalation und Gewalt zu vermeiden ✓ richtig
Das sofortige Hinzuziehen der Polizei schon bei kleineren Meinungsverschiedenheiten mit Gästen
Das bewusste Ignorieren des Konfliktpartners in der Hoffnung, dass er sich von selbst beruhigt
Erklärung

Deeskalation bezeichnet alle Maßnahmen, die darauf abzielen, eine sich zuspitzende Konfliktsituation zu entschärfen und Gewalt zu verhindern. Sie steht im Mittelpunkt eines professionellen, rechtskonformen Vorgehens und wird durch die DGUV Vorschrift 23 als berufspraktische Anforderung gefordert.

Rechtsgrundlage: DGUV Vorschrift 23

19. Umgang mit Menschen Welche Aussage zur nonverbalen Kommunikation ist zutreffend?

Eine Antwort ist richtig:

Nonverbale Signale spielen im Sicherheitsdienst kaum eine Rolle, weil vor allem das gesprochene Wort zählt
Nonverbale Kommunikation lässt sich vollständig bewusst steuern und wird selten unbewusst gezeigt
Körperhaltung, Mimik und Gestik wirken oft stärker als das Wort und sollten zur Aussage passen ✓ richtig
Verschränkte Arme und ein direkter, fixierender Blick wirken auf das Gegenüber meist deeskalierend
Erklärung

Nonverbale Signale wie Körperhaltung, Mimik, Gestik und Stimmlage prägen die Wirkung einer Botschaft maßgeblich. Widersprechen sich verbale und nonverbale Aussage, wirkt dies unglaubwürdig und kann eskalierend wirken. Eine offene, kongruente Körpersprache unterstützt die Deeskalation.

Rechtsgrundlage: DGUV Vorschrift 23

20. Umgang mit Menschen Welche Aussage zum Distanzverhalten (Distanzzonen) ist korrekt?

Eine Antwort ist richtig:

Das Eindringen in die persönliche Distanzzone wird oft als bedrohlich empfunden ✓ richtig
Je näher man einer fremden Person kommt, desto vertrauensvoller und offener wird sie einem gegenüber
Distanzzonen sind kulturell weitgehend einheitlich und lassen sich im Einsatz vernachlässigen
Bei aggressiven Personen sollte die körperliche Nähe bewusst und aktiv gesucht werden
Erklärung

Jeder Mensch hat eine individuelle persönliche Distanzzone. Wird diese ungebeten durchbrochen, entsteht ein Gefühl der Bedrohung, das aggressives Verhalten auslösen kann. Distanzzonen variieren zudem kulturell. Ausreichender Abstand dient der Deeskalation und Eigensicherung.

Rechtsgrundlage: DGUV Vorschrift 23

21. Sicherheitstechnik Was bezeichnet man bei einer Alarmanlage als 'stillen Alarm'?

Eine Antwort ist richtig:

Einen Alarm, der vor Ort ein lautes akustisches Warnsignal auslöst
Einen Alarm, der ohne wahrnehmbares Signal vor Ort an eine Hilfe leistende Stelle weitergeleitet wird ✓ richtig
Einen Alarm, der bei Tageslicht abgeschaltet ist und nachts arbeitet
Einen Alarm mit gedrosselter Lautstärke zur Schonung der Nachbarn
Erklärung

Beim stillen Alarm erfolgt keine akustische oder optische Signalisierung am Objekt, sondern die Meldung wird unbemerkt an eine Leitstelle oder die Polizei übertragen. Dies verhindert, dass ein Täter gewarnt wird, und erhöht die Chance auf Ergreifung. Eingesetzt wird er häufig bei Überfallmeldeanlagen.

Rechtsgrundlage: DIN EN 50131

22. Sicherheitstechnik Was ist ein wesentlicher Vorteil einer elektronischen Zutrittskontrolle gegenüber einer rein mechanischen Schließanlage?

Eine Antwort ist richtig:

Sie arbeitet dauerhaft ohne Anschluss an eine Stromversorgung
Verlorene oder entwendete Zutrittsmedien können einfach gesperrt werden ✓ richtig
Sie gilt als technisch nicht manipulierbar und daher als absolut sicher
Sie funktioniert über Jahrzehnte hinweg gänzlich wartungs- und störungsfrei
Erklärung

Ein zentraler Vorteil elektronischer Zutrittskontrolle ist, dass verlorene Ausweise oder Transponder einfach im System gesperrt werden können, ohne Zylinder austauschen zu müssen. Zudem lassen sich Berechtigungen flexibel und zeitlich differenziert vergeben. Bei mechanischen Anlagen müsste bei Schlüsselverlust ggf. die ganze Anlage getauscht werden.

Rechtsgrundlage: DIN EN 50133

23. Sicherheitstechnik Welches Löschmittel ist zur Bekämpfung von Bränden an elektrischen Anlagen unter Spannung besonders geeignet?

Eine Antwort ist richtig:

Wasser im Vollstrahl
Kohlendioxid (CO₂) ✓ richtig
Schaum
Löschdecke aus Baumwolle
Erklärung

CO₂-Löscher sind für Brände in elektrischen Anlagen geeignet, da das Gas nicht leitfähig ist und rückstandsfrei löscht. Wasser und Schaum sind leitfähig und bergen die Gefahr eines Stromschlags. CO₂ verdrängt zudem den Sauerstoff und erstickt den Brand.

Rechtsgrundlage: DIN EN 3

24. Grundzüge der Sicherheitswirtschaft Was ist unter dem Begriff 'Jedermannsrechte' im Zusammenhang mit dem Sicherheitsgewerbe zu verstehen?

Eine Antwort ist richtig:

Besondere Eingriffsbefugnisse, die allein ausgebildeten Sicherheitsmitarbeitern zustehen
Rechte, die jedem Bürger zustehen, etwa Notwehr und vorläufige Festnahme ✓ richtig
Hoheitliche Rechte, die im Einsatz allein den Polizeibeamten vorbehalten bleiben
Vertragsrechte, die sich aus dem Bewachungsvertrag ergeben
Erklärung

Jedermannsrechte sind Befugnisse, die jeder Bürger besitzt, z.B. Notwehr/Nothilfe (§32 StGB), rechtfertigender Notstand (§34 StGB) und vorläufige Festnahme (§127 StPO). Sicherheitsmitarbeiter handeln in der Regel auf dieser Grundlage, da sie keine hoheitlichen Sonderrechte haben.

Rechtsgrundlage: §32 StGB, §127 StPO

25. Grundzüge der Sicherheitswirtschaft Welche Aussage zum branchenspezifischen Mindestlohn in der Sicherheitswirtschaft ist korrekt?

Eine Antwort ist richtig:

Er darf nach dem Tarifrecht auch unterhalb des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns liegen
Er wird durch Tarifvertrag geregelt und kann für allgemeinverbindlich erklärt werden ✓ richtig
Er betrifft nach dem Tarifvertrag allein die leitenden Angestellten der Betriebe
Er wird jährlich von der zuständigen IHK betriebsindividuell festgelegt
Erklärung

Der branchenspezifische Mindestlohn der Sicherheitswirtschaft wird tarifvertraglich vereinbart und kann auf Basis des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes für allgemeinverbindlich erklärt werden. Er darf den allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn nicht unterschreiten.

Rechtsgrundlage: AEntG, Tarifverträge Sicherheitswirtschaft

Alle 9 Sachgebiete der Sachkundeprüfung abgedeckt

Die IHK-Sachkundeprüfung §34a prüft neun Sachgebiete: Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, Straf- und Verfahrensrecht, Bürgerliches Recht, Datenschutzrecht, Waffenrecht, Unfallverhütungsvorschriften, Umgang mit Menschen, Sicherheitstechnik und Grundzüge der Sicherheitswirtschaft. Unser Fragenkatalog deckt jedes Sachgebiet vollständig ab — eine Übersicht findest du auf der Seite Prüfungsthemen.

Prüfungssimulation: Üben unter echten Bedingungen

Mit dem Prüfungssimulationsmodus übst du im realistischen 82-Fragen-Format mit Zeitlimit — genau wie in der IHK-Prüfung. Nach dem Durchlauf siehst du deine Ergebnisse pro Sachgebiet und welche Fragen du falsch beantwortet hast. Jede Frage kann zusätzlich per KI erklärt werden — auf Wunsch auch mehrsprachig (Türkisch, Arabisch, Polnisch, Rumänisch, Russisch, Englisch, Ukrainisch).

Häufige Fragen zu den Übungsfragen

Sind das die originalen IHK-Prüfungsfragen?

Nein — die echten IHK-Prüfungsbögen variieren je nach Kammer und Termin und werden nicht veröffentlicht. Unsere Übungsfragen sind prüfungsnah formuliert und decken denselben Stoff ab, wie ihn die Bewachungsverordnung für die Sachkundeprüfung vorgibt.

Gibt es die Übungsfragen als PDF?

Statt einer statischen PDF-Liste übst du hier interaktiv: jede Frage wird sofort ausgewertet, mit Erklärung und Fortschritts-Auswertung pro Sachgebiet — das prägt sich erfahrungsgemäß besser ein. Die ersten 30 Fragen sind kostenlos, ohne Zeitlimit und ohne Kreditkarte.

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Die 25 Fragen auf dieser Seite zeigen dir das Niveau und die Bandbreite der Prüfung. Für eine solide Vorbereitung empfehlen wir, alle Sachgebiete systematisch durchzuarbeiten — im Voll-Zugang stehen dir dafür alle 606 Fragen inklusive Prüfungssimulation zur Verfügung.

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Rechtsgrundlagen & Quellen

Stand: 07/2026 — die Übungsfragen auf dieser Seite stammen aus dem laufend gepflegten Fragenkatalog von 34a-quiz.de.